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Es sind manchmal kontroverse Diskussionen zu verfolgen, wenn es um Themen wie Gott, Glauben und Religion geht. Das Unverständnis der Menschen, wenn man von der Kirche getauft wurde und nicht regelmäßig in die Kirche geht, kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Jeder hat seine eigenen Wertvorstellungen und jeder Mensch kann seine eigene Religion frei ausüben, solange andere nicht zu Schaden kommen oder beeinflusst werden. Über die Religion zu reden, kann manchmal hochkompliziert sein. Unser gemeinsamer Glaube, sei es im Christentum, im Islam, Buddhismus oder Taoismus, wird nach außen von bestimmten Symbolen, Figuren und äußerlich unverwechselbaren Merkmalen bestimmt. Wo auch immer wir auf dem Globus begeben – sobald wir Merkmalsausprägungen der Religion z.B. in Form eines Kreuzes, eines Halbmonds, oder einer Buddha Figur sehen, lässt sich die Religion sehr schnell den Anhänger der Religion zuordnen.
Als Fotograf ist es natürlich ein besonderes Erlebnis, in den heiligen Räumen der jeweiligen Religionsgemeinschaften seinen inneren Frieden zu finden. Meine Mutter ist Buddhistin, mein Vater Christ und natürlich beschäftigt man sich im Laufe seines Lebens mit den jeweiligen Religionen und ihrer Bedeutung! Und besonders auf Reisen lernt man mehr über die Kultur und die Bedeutung der Religion im alltäglichen Leben hinzu, weswegen ich hier die Religionen erwähne, mit den ich mich auseinandergesetzt habe.
Meine Reise durch die Welt der Religionen
Die asiatische Glaubensgemeinschaft in Vietnam
Welche Wertvorstellungen und Ideale der Buddhismus mit sich bringt, wurde mir erst durch Gespräche mit den Mönchen in den Klöstern, Kirchen und heiligen Tempeln der asiatischen Welt bewusst und wie Religionen wie Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus oder Hinduismus klar abgegrenzt werden. Hier will ich aber nicht die Wertvorstellungen und Inhalte der Religionen alle aufzählen, sondern wirklich einen bildlichen Eindruck von der Glaubensgemeinschaft am anderen Ende der Welt aufzeigen. Und natürlich werden da sofort einige Missverständnisse, wenn man als Neuling in der asiatischen Welt die Swastika erblickt, einem Kreuz mit vier abgewinkelten Armen und die in der westlichen Welt aber vorwiegend als Nazi-Zeichen des Hitler-Regimes zugeordnet wird. Die Swastika wurde in der Zeitepoche der Nazizeit regelrecht missbraucht und verunglimpft. Die Swastika wurde das erste Mal 10000 v.Chr. in Asien und Europa entdeckt. In Asien steht das Symbol, das rund um den Globus über die Zeitgeschichte hinweg unterschiedlich interpretiert wurde, als religiöses Glückssymbol im Buddhismus und Hinduismus angesehen.






Das westliche Abendland und seine Weltoffenheit
Der Glaube im Christentum basiert auf dem Glauben an einen einzigen Gott, wobei die Vorstellungen im Christentum sich im Laufe der Zeit verändert haben. Die Dreieinigkeit im Namen des Vaters, des Sohnes und dem Heiligen Geist stößt aber bei speziellen Gruppierungen wie etwa bei den Zeugen Jehovas auf Ablehnung. Mit über 2 Milliarden Christen gehört das Christentum mit Abstand zum Islam zur größten Religion der Welt, wobei die katholische Kirche mit Papst Franziskus als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche die meisten Gläubigen unter den Christen stellt.
Eng verbunden mit der Geschichte des Christentums sind auch die von Menschenhand geschaffenen architektonischen Baukünste von Kirchen, die vor mehreren Jahrzehnten erschaffen wurden und heute sowohl bei Touristen, Besuchern aus anderen Städten als auch bei Einheimischen immer wieder beeindruckend anzusehen sind. Laut der Statistik hier unter http://de.statista.com/statistik/daten/studie/36948/umfrage/anzahl-der-moscheen-und-kirchen-in-deutschland/ gibt es in Deutschland rund 24000 Kirchen, weitaus mehr als Moscheen. All diese Kirchen und Bauwerke vergangener blicken auf eine teilweise 1000 Jahre alte Geschichte zurück. Die Suche nach der ältesten katholischen Kirche der Welt ist allerdings weitaus schwieriger, da genau differenziert werden müsste, ob die Kirche noch erhalten ist, ob sie eine Ruine ist oder vollständig zerstört und begraben wurde. Zu den ältesten Kirchen der Welt wird u.a. die unterirdische Höhlenkirche in Rihab (Jordanien), das erst 2008 von einem Archäologen Team entdeckt wurde und wahrscheinlich auf das 3.Jahrhundert v.Chr. datiert ist.
Die Frauenkirche in München, auch bekannt als „Dom Zu Unserer Lieben Frau“ wurde im 15 Jahrhundert nach der Grundsteinlegung 1468 errichtet. Das Wahrzeichen Münchens ist auch die größte Backsteinkirche nördlich der Alpen. Sowohl äußerlich als auch von der Einrichtung her bietet die Kirche für Besucher viel zu entdecken!
Ebenfalls beeindruckend ist die Kirche St. Michael im Herzen von München in der Neuhauser Str., das vor allem im Innenraum durch seine Darstellung des katholischen Glaubens mit Engeln, Heiligen und Jesus am Kreuz sowie im Hochaltarbild beschützt vom Erzengel Michael. Je stärker man sich mit einer Religion beschäftigt, umso klarer und verständlicher werden die Abbildungen von jedem der abgebildeten Figuren. Religion beschäftigt sich in erster Linie mit Botschaften, Sinndeutungen und Lehren und nicht damit, das übermenschliche Kräfte aus Wasser Wein machen!
Glaube als Ankerpunkt im Leben?
Es gibt Menschen, die die Religion als Trostpflaster Hoffnung für das eigene Leben ansehen. Gerade in schwierigen Phasen sucht man nach einem Anker im Leben, dem man folgt. Aber Religion soll nicht ausschließlich als Orientierungshilfe in schwierigen Zeiten zu dienen. Sie soll nicht manipulieren, kontrollieren oder Unerklärliches aufzeigen, sondern die Menschen vereinen, zusammenhalten und Respekt und Toleranz gegenüber anderen Menschen blühen lassen. Dass Religion alles andere als friedlich auf das Verhalten der Menschen auswirkt, erkennt man aber nicht nur in den aktuellen Nachrichten, sondern auch in der Menschheitsgeschichte, wo vom Christentum heraus viele Kriege, Verfolgungen geführt wurden (vgl. Kreuzzüge des „christlichen Abendlands“, Zeit der Inquisition). Eine Religion als friedlich zu bezeichnen erscheint angesichts der unterschiedlichen Auslegungen von Religionen, wie man sie im Islam (im besonderen Fokus der Medien) sowie im Christentum sieht, besonders schwierig. Aber nicht die Religion bestimmt das Geschehen auf der Welt, sondern das Handeln der Menschen.


